Die Entstehung der „Narrenzunft s’gnizze Brigändle Karlsruhe Heidenstücker

 

Der Verein „Narrenzunft s’gnizze Brigändle Karlsruhe Heidenstücker“,ist noch sehr jung.Im Jahr 2000,nahmen die Narren erstmal unter dem Namen“s’gnizze Brigändle“ an verschiedenen Umzügen teil.Seit Ende 2007 ist die Gruppe ein eingetragener Verein.Die eigentliche Geburtsstunde des Vereins,schlug aber bereits im Jahr 1987,als einige Mitglieder des Vereins der Siedler- und Heidenstücker am Fastnachtsumzug in Daxlanden teilnehmen wollten.Ein Motto,war schnell gefunden.Zusammen mit begeisterten Freunden und Bekannten,wurde es in die Tat umgesetzt.Fortan war der „Karnevalsclub Heidenstücker“,jedes Jahr in Daxlanden,später auch in Forchheim,wo er mehrere Male prämiert wurde,und in Neuburgweier dabei.Die Mitglieder überließen nichts dem Zufall und stellten ihre Kostüme und Motivwagen selbst her.Dazu kamen die alljährliche Saalfastnacht und die Kinderfastnacht.Beide Veranstaltungen fanden im Siedlerheim statt und waren jedes Mal große Erfolge.Besonders die „anmutigen“ Tänzer des Männerballetts begeisterten.Von 1998 bis 2000 fanden diese Fastnachtsveranstaltungen in der Turnhalle des TSV Grünwinkel statt.Fasziniert von den Holzmasken und Kostüme der Narrenzünfte im Ländle,wuchs der Wunsch nach einer eigenen, charismatischen Figur.Mit der Holzmaske und buntem Kostüm in den Farben der Stadt sollte sie sich präsentieren.Die Idee vom „gnizzen Brigändle“ war geboren.Seit 2000 nehmen die Grünwinkler Narren nun in Masken und Kostümen an Jährlich etwa zehn Umzügen in der ganzen Region teil.Dabei sorgen die gnizzen Holzgesichter und das rotgelbe Kostüm immer wieder für positive Reaktionen bei den Zuschauern am Straßenrand.

 

 

 

Entstehung und Bedeutung des Namens Brigant

Der Karlsruher Spitzname Brigant geht auf die Ansiedler und Zuwanderer zurück, die sich den ersten Gründungsjahren der Stadt zufällig und ungeplant in Karlsruhe niederließen. Es handelt sich hierbei um Gelegenheitsarbeiter und umherziehende Angehörige der sogenannten mobilen Berufe wie Schausteller, Musiker, Scherenschleifer, Taglöhner und Bauarbeiter. Auch planlos von Ort zu Ort ziehende Auswanderer aus der Schweiz, dem Elsaß, aus Oberösterreich und Italien ließen sich dem Zufall überlassen in Karlsruhe nieder. Vielen dieser Menschen bot die im Aufbau befindliche Stadt Arbeitsmöglichkeiten im Bauhandwerk sowie Gewerbe, Handel und Landwirtschaft. Der unstete Lebenswandel dieser umherziehenden Menschen, verbunden mit ihrer häufigen Herkunft aus romanischen Ländern, trug den ersten Ansiedlern den italienischen Namen Briganti für Straßenräuber, Freibeuter und Gesindel ein, der sich schließlich zum Spitznamen für Karlsruher Bevölkerung entwickelt hat.

 

Und gnizz bedeutet

verschlagen - spitzbübisch